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308 pages, Paperback
First published January 1, 1983

Schnee, du weißt von meinem Sehnen,Auf dem Fußboden und auch schon auf dem Bettzeug vereinigen sich die vier kleinen Bächlein zum reißenden Strom. Folge nach nur meinen Tränen, nimmt dich bald das Bächlein auf. Eine kleine Lache bildet sich. Und es rinnt immer weiter. Es rinnt und rinnt und rinnt und rinnt.
Sag', wohin doch geht dein Lauf?
Folge nach nur meinen Tränen,
Nimmt dich bald das Bächlein auf.
[Wilhelm Müller, aus Die Winterreise]
Was vermeid' ich denn die Wege,Ihr verlängertes Auge ist das Fernglas. Sie vermeidet die Stege, wo die andren Wandrer gehn. Sie sucht die Punkte, wo die andren Wandrer sich vergnügen – immer zu zweit.
Wo die ander'n Wand'rer geh'n,
Suche mir versteckte Stege,
Durch verschneite Felsenhöh'n ?
[Wilhelm Müller, aus Die Winterreise]
Im schönsten WiesengrundeWie der Heimat Haus fickt sich das Paar aus dem schönsten Wiesengrunde heraus und in Erikas Augäpfel hinein.
ist meiner Heimat Haus;
da zog ich manche Stunde
ins Tal hinaus.
[Wilhelm Ganzhorn, aus Das stille Tal]
Aber an K.s Gurgel legten sich die Hände des einen Herrn, während der andere das Messer ihm tief ins Herz stieß und zweimal dort drehte.Keiner legt eine Hand an sie, keiner nimmt etwas von ihr ab. Schwächlich blickt sie über die Schulter zurück. Das Messer soll ihr ins Herz fahren und sich dort drehen! Der Rest der dazu nötigen Kraft versagt, [...] Sie geht nach Hause. Sie geht und beschleunigt langsam ihren Schritt. (Die Klavierspielerin, letzte Seite)
[Franz Kafka, Der Prozess, letzte Seite]