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Eine Schublade ist für dieses literarische Unikum beim besten Willen nicht zu finden. Denn die Idee zu ihrem Projekt kam den Autoren nach der Lektüre so unterschiedlicher Texte wie der päpstlichen Enzyklika Ut Unum sint, Forschungsarbeiten über die Freidenkerbewegung und dem Kriminalroman Ein amerikanischer Thriller von James Ellroy. Geschildert wird das dramatische Leben eines namenlosen Häretikers zurzeit der Reformation und Wiedertäuferbewegung und seines Gegenspielers, der für den Vatikan spioniert und seine Berichte an den theologischen Rat Gianpietro Carafa stets mit "Q" zeichnet.
Was macht den besonderen Reiz dieses großen Leseerlebnisses aus? Zum einen die Autoren selbst, die sich aus einer Gruppe von „"Internet-Kulturterroristen" rekrutieren. Diese heterogene Gruppe zeichnete seit Anfang der 90er-Jahre mit dem Namen Luther Blissett in Internet und Rundfunk, agitierte dort gegen kulturellen Mainstream und die Macht medialer Institutionen. Andererseits besticht die Handlung durch geschickte Wechsel der Perspektive. Während "Q" sich dem Leser gegenüber stets in Briefform an seinen Auftraggeber äußert, berichtet unser ketzerischer Held als Icherzähler auf verschiedenen Zeitebenen von seinem Leben.
In Ellroy-Manier mischen die Autoren Gestalten der Realgeschichte wie Luther, Müntzer und die Wiedertäufer mit fiktiven Figuren und spielen nebenher noch das unterhaltsame Spiel "Stimmt's oder ist es erfunden". Ob erstunken und erlogen oder nicht mag dem Leser egal sein, der auf hohem sprachlichem Niveau blendend unterhalten wird. Und selbst über den gesamten Handlungsverlauf dieses Trumms von fast 800 Seiten vermögen die Autoren große Spannung zu halten.
Wer obsiegt, wird natürlich nicht verraten, aber Luther Blissett vermögen auch hier zu überraschen. Wer noch mehr Überraschung braucht, gebe in die Internetsuchmaschine "Luther Blissett" ein. --Ulrich Deurer
798 pages, Paperback
First published March 6, 1999
Sulla prima pagina è scritto: Nell'affresco sono una delle figure di sfondo.
La grafia meticolosa, senza sbavature, minuta. Nomi, luoghi, date, riflessioni. Il taccuino degli ultimi giorni convulsi.
Le lettere ingiallite e decrepite, polvere di decenni trascorsi.
La moneta del regno dei folli dondola sul petto a ricordarmi l'eterna oscillazione delle fortune umane.
Il libro, forse l'unica copia stampata, non è più stato aperto.
I nomi sono nomi di morti. I miei,e quelli di coloro che hanno percorso i tortuosi sentieri.
Gli anni che abbiamo vissuto hanno seppellito per sempre l'innocenza del mondo.
Vi ho promesso di non dimenticare.
Vi ho portati in salvo nella memoria.
Voglio tenere tutto stretto, fin dal principio, i dettagli, il caso, il fluire degli eventi. Prima che la distanza offuschi lo sguardo che si volge indietro, attutendo il frastuono delle voci, delle armi, degli eserciti, il riso, le grida. Eppure solo la distanza consente di risalire a un probabile inizio.