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Die Tintenherz Trilogie waren die Bücher, die mich im Alter vom 11 Jahren zum Lesen gebracht haben. Die Abenteuer von Mo, Meggie, Staubfinger und Co. haben mich seitdem immer begleitet und ich werde stets behaupten, dass diese Bücher das Beste sind, was deutsche Fantasy und allgemein Jugend-Fantasy zu bieten hat. (Ich habe also eine sehr große emotionale Bindung und viel Nostalgie für diese Bücher, das sollte bei dieser Rezension bedacht werden.) Nachdem ich 2020 die Ankündigung für einen neuen, vierten Band vernahm, holte ich sofort die Original-Trilogie hervor und merkte glücklicherweise, dass ich selbst nach all den Jahren immer noch verliebt war in die Tintenwelt. Und jetzt, sechzehn Jahre nach „Tintentod“, kommt mit „Die Farbe der Rache“ doch noch mal ein neuer Eintrag. Meine Vorfreude war groß, aber genauso hatte ich auch Angst, dass diese neue Geschichte, die so viel später geschrieben wurde, mich nicht mehr so begeistern könnte. Hier sind wir jetzt also und ich erklär euch, warum „Die Farbe der Rache“ zwar ein gutes Buch ist, aber als Eintrag in die Tinten-Reihe für mich am Ende nur eine frustrierende 3.5 Bewertung verdient.
Schreibstil und allgemeine Eindrücke
In die Tintenwelt wieder einzutauchen fiel mir erstaunlich leicht. Cornelia Funkes Schreibstil ist wunderbar wie immer, mit einer schönen Mischung aus blumigen, bildvollen Beschreibungen und einem allgemeinen Unterton, der sehr nach dunklem Märchen riecht. Funke lässt sich einfach so herrlich flüssig und einfach lesen, ohne dabei aber jemals zu simpel oder kindlich zu werden. Wie auch bei den Büchern zuvor wird es hier geschafft eine abenteuerlich schauderhafte Atmosphäre zu erzeugen, die sowohl für ein junges, als auch für ein erwachsenes Publikum sehr gut funktioniert. Die Figuren und die Welt sind nach wie vor mit sehr viel Liebe gezeichnet, das merkt man vor allem bei Staubfinger, Orpheus und dem Schwarzen Prinzen, die hier als die drei Hauptfiguren agieren. Staubfinger hat noch immer diese traurige, aber auch irgendwie schöne Melancholie. Orpheus ist ein so wunderbar böse gezeichneter Charakter, den man einfach nur liebt zu hassen. Und der Schwarze Prinz ist noch immer dieser Robin Hood-artige Mann, der mit viel Charm und einer unterschwelligen Mysteriösität daherkommt. Die Tintenwelt ist noch immer diese unterhaltsame Fantasiewelt, die aus einem Hauch von Märchen und einer großen Portion Fantastik besteht und es fühlt sich wirklich an, wie als würde man nach Hause kommen.
Die Story
Die Geschichte, die in „Die Farbe der Rache“ erzählt wird, ist an sich keine schlechte, jedoch fühlt sie sich nicht wie eine ganz natürliche Fortsetzung von „Tintentod“ an. Das geht schon los beim Titel, der mit dem Muster der anderen Bücher bricht (warum hat man es nicht „Tintenfarben“ oder so genannt?), und dass dieser vierte Band auch bei weitem das kürzeste Buch in der Reihe ist. Dieses Buch setzt fünf Jahre nach den Geschehnissen von „Tintentod“ an und ist im Grunde (leicht böse ausgedrückt) ein sehr langer Epilog, der erklärt wie es mit Orpheus weiter (und zu Ende) geht, nachdem er am Ende des dritten Bandes entkommen war. Hier geht es also nicht um das Schicksal der Tintenwelt, dies ist eine sehr persönliche Geschichte, in welcher Orpheus eine zentrale Figur ist und seine Gefühle gegenüber Staubfinger und den anderen Figuren aufgegriffen und bis zum Extremen ausgeführt werden.
Ich fand es nicht falsch Orpheus als POV-Charakter zu nehmen, ich fand bereits in den vorherigen Büchern, dass er ein ausgezeichneter Bösewicht ist, und dass man jetzt „gezwungen“ ist sich mehr mit ihm zu beschäftigen ist durchaus interessant. Ich mag es, wenn Bücher auch die Perspektive des Antagonisten einnehmen, das hilft dem Leser die Gegenseite besser zu verstehen. Klar, Orpheus ist kein toller Kerl, man mag ihn nicht; dass ist aber auch nicht worum es geht. Orpheus muss nicht likeable sein, damit er als POV-Charakter funktioniert. Ein Charakter muss vor allem INTERESSANT sein und das ist Orpheus, deswegen fand ich es durchaus legitim und faszinierend mehr aus seiner Perspektive zu lesen, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass das Buch sich hin und wieder mehr den anderen Figuren widmet.
Die Geschichte widmet sich Orpheus' Rache und ich dachte die Idee mit den Farben und Bildern, die hier benutzt wird durchaus kreativ und auch sehr passend als Thematik für die Tintenwelt. Allerdings muss ich sagen, dass mir diese Gegenüberstellung Bilder vs. Worte nicht immer ganz eindeutig genug war und durchaus noch etwas detaillierter/offener hätte adressiert werden können. Am Ende wird diese zentrale Frage durchaus etwas klischeehaft geklärt, aber es hat auch irgendwie gepasst und es war jetzt keine Lösung, die mich übermäßig verwundert oder wütend gemacht hat.
Anders als die vorangegangen Bücher, hat „Farbe der Rache“ doch ein etwas strafferes pacing, hier wird nicht allzu lange rumgefackelt, bis das zentrale Problem zum Vorschein tritt. Gerade bei „Tintenblut“ und „Tintentod“ war der Verlauf der Geschichte eher langsam, es wurde sich viel Zeit genommen, um die Welt aufzubauen und genau alles zu erklären und die Spannung langsam über mehrere hunderte Seiten aufzubauen und die Figuren darin zu positionieren. Bei „Farbe der Rache“ ist das nicht ganz so. Ähnlich wie bei Funkes „Reckless“ Büchern, wird man hier verhältnismäßig schnell in die Hauptstory eingeführt und es dauert nicht lange, bis Staubfinger sich auf den Weg macht, um Orpheus zu konfrontieren. Ein wenig habe ich das langsamere, vorsichtigere pacing der vorherigen Bücher vermisst, aber bei einem vierten Band muss man allerdings auch nicht mehr so viel „Vorgeplänkel“ einstreuen, weil man ja mittlerweile weiß, was abgeht. Allerdings muss ich auch sagen, dass diese etwas schneller pacing gegen Mitte hin und auch wieder abnimmt und man da dann doch auch mal eine Spanne von 50-70 Seiten hat, wo gefühlt nicht wirklich was passiert und die Figuren einfach nur rumreden und hin und her wanken, während sie alle abwarten und planen, was genau denn als nächstes passieren soll. Das Ende der ganzen Geschichte kommt dann jedoch wieder verblüffend schnell daher und da werden die Antagonisten dann doch relativ schnell und einfach aufgehalten und der Rest der Probleme wird innerhalb der letzten 10 Seiten schnell mal abgeklärt. Das hat sich dann doch etwas zu einfach angefühlt, vor allem nachdem das ganze Buch über so viel hin und her überlegt wurde, wie man denn gegen Orpheus vorgehen soll.
Die Figuren
Ich fang hier mal mit meinem allergrößten Problem an, das ich mit diesem Buch habe. Das könnte als Spoiler gesehen werden, aber ich denke, dass das wichtig zu wissen ist, bevor man dieses Buch liest. Alle unsere altbewerten Hauptfiguren (außer Staubfinger, Orpheus und der Schwarze Prinz) kommen in diesem Buch NICHT VOR. Mo, Meggie, Farid, Elinor, Darius, Fenoglio, Doria, Roxane und Briana spielen in dieser Geschichte KEINE Rolle und tauchen eigentlich GAR NICHT auf. Ich verstehe ja, dass aufgrund der Art Rache, die Orpheus ausübt, diese Figuren weniger Spielraum haben, aber man hätte doch trotzdem irgendwie eine Möglichkeit finden können diese Figuren einzubringen und aus ihrer Sicht zu erzählen, was denn genau mit ihnen passiert. Ich muss sagen, dass mich das schon sehr stark gestört hat. Staubfinger ist zwar meine Lieblingsfigur, aber ich liebe die Tintenreihe auch, weil mir Mo, Meggie und Farid sehr am Herzen liegen als Charaktere und die Story der Tintenwelt sich auch immer um sie mit gedreht hat und sie alle diese Welt beim Lesen maßgeblich mitgeprägt haben. Da sind auch viele verschwendete Charakter-Momente und potenzielle Entwicklungen, die dadurch verloren gehen, weil ja seit dem letzten Buch fünf Jahre vergangen sind. Mo und Resa hatten in der Zwischenzeit ein weiteres Kind, von dem wir nur den Namen erfahren und nichts weiter. Es wird gesagt, dass Meggie immer noch mit Doria zusammen ist, aber wie sich ihre Beziehung weiterentwickelt hat oder wie Meggie jetzt als junge Frau ist, finden wir nicht heraus, weil sie keinen Platz in dieser Geschichte hat. Es wird gesagt, dass Mo wieder als Buchbinder arbeitet, aber wir erfahren nicht, wie das passiert ist oder wie er jetzt sein Leben normal in der Tintenwelt lebt. Oh und erinnert ihr euch wie Elinor und Darius am Ende von „Tintentod“ endlich auch in die Tintenwelt gekommen sind? Von denen erfahren wir auch nicht wirklich wie sie sich in ihr neues Leben eingelebt haben oder wie sie mit den Umstellungen umgegangen sind; wir wissen nur, dass die Spielleute sie mögen, mehr nicht. Ich finde das fast ein wenig frech uns ein neues Tintenbuch zu präsentieren und dann kommt ein Großteil der Tintenherz Hauptfiguren überhaupt nicht vor! Persönlich hatte ich mich auf so viele Details und potenzielle Entwicklungen über Mo, Meggie und Co. gefreut, aber davon gibt es in diesem Buch LITERALLY ZERO!
Die einzigen anderen bekannten Hauptcharaktere sind Staubfinger und der Schwarze Prinz. Über die zwei erfahren wir fast ein bisschen mehr als mir lieb ist. Das bezieht sich darauf (kleiner Spoiler jetzt), dass wir die tatsächlichen Vornamen von Staubfinger und dem Prinzen literally im aller ersten Kapitel erfahren. Ich bin mir immer noch nicht sicher, was ich davon halte, aber sonderlichen gefallen tut es mir nicht. Diese Namen hat es nicht gebraucht, sie kommen so aus dem Nichts (warum haben die zwei sich nicht schon zuvor mit ihren Vornamen angesprochen, wenn sie das ja angeblich schon regelmäßig machen?!) und, um ganz ehrlich zu sein, klingt Staubfingers richtiger Vorname irgendwie dämlich und passt nicht wirklich zu ihm. Allerdings ist es schön, dass wir ein paar Hintergrund Details zum Schwarzen Prinzen bekommen, auch wenn sich das stellenweise ein bisschen wie „schnell mal noch erwähnt“ anfühlt.
Ich gebe zu, dass es durchaus toll ist zu sehen, dass Staubfinger jetzt mehr in eine zentrale Rolle gerückt wird, weil er seine Familie und Freunde schützen will. Er funktioniert auch recht gut als Hauptfigur, allerdings wird mit ihm auch nicht wirklich was Neues gemacht und er wird sogar Zwischenzeitlich für mehrere Kapitel beiseitegeschoben, so dass wir stellenweise gar keinen der Hauptfiguren mehr haben, die wir aus Tintenherz kannten. Gerade weil Jehan, Staubfingers Stiefsohn, in dieser Story mehr Fokus bekommt, dachte ich, dass hier mal die Beziehung zwischen den beiden genauer beleuchtet wird, aber abgesehen von ein paar komischen Blicke und Jehans Eifersucht Farid gegenüber, wird damit auch nicht viel gemacht. Aber es ist gut, dass Jehan in diesem Buch endlich etwas mehr Spielraum bekommt und mehr so der abenteuerliche Held wird, der von selbst Leute retten will und dabei seine eigenen, besonderen Fähigkeiten einsetzen kann und selber Pläne schmiedet.
Da ich über Orpheus schon weiter oben eigentlich alles Wichtige gesagt habe, will ich noch kurz auf ein paar der neuen Figuren eingehen, die in „Farbe der Rache“ zum ersten Mal vorkommen. Alle von ihnen fügen sich gut in die Tintenwelt ein und die neuen magischen Fähigkeiten und Hintergründe sind auch interessant, auch wenn ich sagen muss das vieles davon entweder wie eine Version von vorher bekannten Tintenwelt-Elementen rüberkommt oder wie Dinge, die man bei „Reckless“ auch schon in irgendeiner Form gelesen hat. Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob es mir gefällt WIE wichtig einige dieser neuen Figuren sind, im Sinne von, dass die wirklich ganz große Probleme komplett selber klären, ohne dass Staubfinger oder der Schwarze Prinz groß was damit zu tun hatten. Es ist zwar schön, dass dieses Buch durchaus versucht etwas Neues zu machen und neue Figuren mit ins Spiel bringt, fühlt es sich eben aber auch so an, dass literally all unsere anderen Lieblingsfiguren aus den vorherigen Büchern mit diesen neuen, unbekannten Leuten ersetzt wurden. Da das Buch aber eben auch, im Vergleich zum Rest der Reihe, eher kurz ist, hat man hier auch nicht so viel Zeit, um mit diesen neuen Figuren eine ähnlich starke Bindung aufzubauen, wie es mit Staubfinger, dem Prinzen und Co. funktioniert hat.
„Die Farbe der Rache“ als Tintenwelt Fortsetzung
Ich muss zugeben, dass ich nicht ganz genau den Sinn hinter dieser Story verstehe. Klar, es soll erklären, was mit Orpheus passiert ist und wie er schließlich ein Ende für seine Story bekommt, aber… Hat sich irgendeiner nach „Tintentod“ wirklich gefragt, ob Orpheus noch mal irgendwas anstellen wird? Ich verstehe auch, dass hier das Thema Bilder vs. Worte aufgegriffen werden sollte, gerade auch, weil das die zwei wichtigsten Elemente in der Karriere von Cornelia Funke sind. Aber „Farbe der Rache“ fühlt sich nicht an wie eine natürlich Fortsetzung der Reihe. Wie bereits oben erwähnt fühlt es sich an wie ein langer Epilog, wie eine Art Extra-Abenteuer für die ganz treuen Tintenwelt-Fans, die noch ein Abenteuer mit Staubfinger und Co. wollten. Ja, das Feeling ist da, man fühlt sich sofort wieder in die Tintenwelt zurückversetzt, aber das hat bestimmt auch sehr viel mit Nostalgie und mit Lesern wie mir zu tun, die vor Jahren die Originaltrilogie gelesen und geliebt haben und jetzt halt unbedingt noch dieses eine Extra-Abenteuer wollten. Als Story existiert „Farbe der Rache“ fast komplett einzeln in der Tintenreihe. Man kann eigentlich dieses Buch lesen, ohne wirklich „Tintenblut“ oder „Tintentod“ gelesen zu haben; das Einzige, was man braucht, ist den Kontext, dass alle unsere Figuren jetzt in Tintenherz sind und das Orpheus es Staubfinger heimzahlen will. Apropos Kontext: das Buch enthält eine Art „Previously on“ Kapitel, wo die vorherigen Events der Tintenreihe noch mal kurz zusammengefasst werden. Das ist durchaus hilfreich, aber wisst ihr, was noch hilfreicher gewesen wäre? Wenn diese Zusammenfassung AM ANFANG des Buches wäre und nicht ganz hinten, wenn man das Buch schon gelesen hat! Wer hat sich diese total sinnlose Anordnung ausgedacht?!
Abschließende Worte
„Die Farbe der Rache“ ist kein schlechtes Buch, bei weitem nicht. Cornelia Funke schafft es mit ihrem wunderschönen Schreibstil und ihrem kreativen Sinn für fantastische Welten erneut ein unterhaltsames Abenteuer in der Tintenwelt zu zaubern. Allerdings muss man sich fragen, ob es diese Geschichte wirklich geben musste und warum sie so wenig mit der ursprünglichen Trilogie zu tun hat. Ja, Staubfinger und der Schwarze Prinz sind dieses Mal die Hauptfiguren und das funktioniert meistens und man erfährt hier und da neue Dinge über sie. Aber literally alle anderen Charaktere, die man aus den anderen Büchern kennt und mochte, sind in diesem Buch nicht zu finden und ich denke das schadet nicht nur dem Buch, sondern enttäuscht bestimmt auch sehr viele Leser, die dieses Buch in die Hand nehmen und hoffen, dass sie erfahren werden, was aus Mo, Meggie und Co. geworden ist. Die Story funktioniert durchaus! Es gibt Probleme mit dem pacing und ob man die neuen Figuren mag, liegt ganz an den eigenen Präferenzen, aber was man präsentiert bekommt ist durchaus eine solide Fantasy Story, so wie man sie aus den anderen Büchern von Funke kennt.
Ein wenig bin ich schon enttäuscht, was eventuell auch daran liegt, dass ich mir dieses ganze Buch etwas anders vorgestellt habe. Es gab Elemente, die ich sehr mochte, aber es gab auch Dinge, die ich absolut nicht verstanden habe. Im Endeffekt würde ich sagen, dass dieses Buch wirklich nur was für Leute wie mich ist, die absolut verliebt waren in die Tintentrilogie und unbedingt noch mal für kurze Zeit in diese Welt eintauchen wollen. This one is for the fans. Wenn man aber mehr so wie ein Großteil der Leserschaft ist, der fand, dass „Tintentod“ ein solides Ende war und man nicht unbedingt das Bedürfnis hat zu erfahren, was mit Orpheus passiert, dann muss man dieses Buch nicht wirklich lesen. Im Endeffekt ist „Die Farbe der Rache“ ein solider, wenn auch stellenweise enttäuschender Extra-Eintrag in die Tintenreihe, den es vielleicht nicht unbedingt gebraucht hat, der aber kurzeitig trotzdem unterhalten kann.
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The Inkheart trilogy were the books that got me into reading at the age of 11. The adventures of Mo, Meggie, Dustfinger and Co. have been with me ever since and I will always say that these books are the best that German fantasy and YA fantasy in general have to offer. (So I have a very strong emotional attachment and a lot of nostalgia for these books, which should be kept in mind for this review.) After hearing the announcement for a new, fourth volume in 2020, I immediately pulled out the original trilogy and luckily realised that even after all these years I was still in love with the world of Inkheart. And now, sixteen years after “Inkdeath”, we have a new entry: “The Colour of Revenge”. My anticipation was big, but I was also afraid that this new story, which was written so much later, would no longer excite me all that much. So here we are and I’ll explain to you why “The Colour of Revenge” is a good book, but as an entry into the Inkworld series, for me, in the end only deserves a frustrating 3.5 rating.
Writing style and general impressions
To dive back into the world of Inkheart was surprisingly easy for me. Cornelia Funke's writing style is as wonderful as ever, with a nice mix of flowery, picturesque descriptions and a general undertone that smells of dark fairy tales. Funke is so wonderfully fluid and easy to read, but without ever becoming too simple or childish. As with the previous books, it manages to create an adventurously scary atmosphere, which works very well for both a young and an adult audience. The characters and the world are still written with a great deal of love, especially in regards to Dustfinger, Orpheus and the Black Prince, who act here as the three main characters. Dustfinger still has that sad, but also somehow beautiful melancholy. Orpheus is such a wonderfully evil character that you just love to hate. And the Black Prince is still that Robin Hood-like man who wanders through the world with a lot of charm and an underlying sense of mystery. The Inkworld is still that entertaining fantasy world with a touch of fairy tales and a big dose of fantasy and it really feels like coming home.
(Continued in the comments)