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Der Sandmaler

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Rare Book

156 pages, Hardcover

First published January 1, 1974

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About the author

Henning Mankell

260 books3,832 followers
Henning Mankell was an internationally known Swedish crime writer, children's author and playwright. He was best known for his literary character Kurt Wallander.

Mankell split his time between Sweden and Mozambique. He was married to Eva Bergman, Swedish director and daughter of Ingmar Bergman.

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7 (4%)
Displaying 1 - 24 of 24 reviews
Profile Image for Anne Goldschrift.
327 reviews411 followers
September 3, 2017
Für nebenbei ist es ganz nett. Man gewinnt einen interessanten Eindruck in das Westafrika der 70er Jahre aus unterschiedlichen Perspektiven, aaaaber es ist doch irgendwie nichtssagend und wenig spannend oder überraschend.
Hätte ich dafür den vollen Preis gezahlt, immerhin 20€ für geradeeinmal 160 Seiten, hätte ich mich sehr geärgert vermutlich :(
Profile Image for Bine.
815 reviews110 followers
December 10, 2017
Mir hat das Buch extrem gut gefallen. Viel besser als ich dachte, hatte ich doch immer im Hinterkopf, dass es sich hierbei um ein sehr frühes Werk von Henning Mankell handelt.
Eigentlich ist es eher ein neutraler Reisebericht, als eine spannende Story, doch gerade das hat mir so gut an dem Buch gefallen. Es werden einige Perspektiven auf das afrikanische Land südlich der Sahara aufgemacht, die eine mehr, die andere weniger. So steht das touristische Vergnügen neben furchtbarer Armut und Elend. Dieser Kontrast, ohne wertende Kommentare, hat mir einige Male den Atem stocken lassen. In jedem Fall bleibt viel Platz, sich selber Gedanken zu machen. Die leichte, geradlinige Sprache trägt dazu bei, dass man selber im Kopf viel ergänzt und die Gedanken schweifen lässt. Wenn ein Buch so etwas schafft, ist es für mich ein gutes Buch.
Man merkt, dass hinter der Handlung eine echte Reise nach Afrika steht, denn die Beobachtungen der Charaktere wirken sehr authentisch. Als Leser fühlt man sich, als bereise man das Land selber.
Ein wirklich toller Roman, der unaufgeregt daherkommt, leicht zu lesen ist und neue Perspektiven eröffnet, die auch nicht immer moralisch korrekt sind, aber eben berücksichtigt werden und so dem Leser ein eigenes Urteil überlassen wird. Sehr empfehlenswert!
Profile Image for Lars.
466 reviews15 followers
December 20, 2017
Egal, was man zu diesem Buch sagt: Man muss berücksichtigen, dass es bereits Anfang der Siebziger entstanden ist, als eines der ersten Bücher von Mankell, bevor ihm viel später der internationale Durchbruch als Autor gelang. Obwohl der Verlag das Werk als Roman bezeichnet (Kritik zur Preisgestaltung folgt weiter unten), handelt es sich hier eher um eine Novelle oder längere Kurzgeschichte, die sich in gut einer Stunde lesen lässt. Nach außen hin ist es eine kleine Coming-of-Age-Story zweier Teenager, die nach dem Schulabschluss eine gemeinsame Urlaubsreise unternehmen und sich dabei – der eine schwächer, die andere stärker – verändern und weiterentwickeln. Hauptthema ist aber Afrika, das Mankell ja sein ganzes Leben beschäftigt hat.

Ein Wort trifft dieses Buch sehr gut: holzschnittartig. Die Lage des afrikanischen Landes ist prekär, und Schuld hat der Kolonialismus, vor allem aber sein Nachfolger, der Kapitalismus. Erst waren es die Kolonialherren, dann die korrupten, eigenen Eliten und jetzt sind es die internationalen Konzerne, die das Land nach Strich und Faden ausbeuten. All das wird den beiden Protagonisten von einem Mitreisenden, bezeichnenderweise einem Lehrer und zweifellos Alter Ego des Autors, mit allwissenden Worten erklärt. Wer hat's kaputt gemacht? Der Kapitalismus! Das ist die Losung, die durchs ganze Buch schallt. Das Schlimme daran: Mankell hat(te) leider in weiten Teilen recht und wer sich die Lage des schwarzen Kontinents heute ansieht, muss leider feststellen, dass sich in den letzten dreißig Jahren nicht allzu viel geändert hat. Trotzdem hat mich der ständige Holzhammer genervt und so ist der einzige Afrikaner, der kein Geld von den Teenagern will, natürlich auch Sozialist.

Die Erzählung ist dicht und vom Schreibstil finde ich das Buch fast ausgereifter als die ersten Wallander-Werke. Die Protagonisten sind treffend skizziert, waren mir aber manchmal zu stereotyp: auf der einen Seite der neureiche Sohn aus gutem Hause, unfähig zur Reflexion, mit Geld um sich schmeißend und heiß auf schwarze Haut, der aber trotzdem mit einer tiefgehenden und verborgenen Unsicherheit zu kämpfen hat. Und auf der anderen Seite die stets mit sich hadernde Teenagerin aus problembehafteter Familie, die sich emphatisch in das Leid jedes Afrikaners hineinversetzt und am Ende selbstsicherer und gereifter nach Hause zurückkehrt. Kann man als Autor schon so machen, aber dezent ist was anderes. Aber wie gesagt, das Buch kam 1974 auf den Markt, und als Mankell-Fan und Afrika-Interessierter kommt man eigentlich kaum ums Lesen herum.

Das hat sich wohl auch der Paul Zsolnay Verlag gedacht, der das Büchlein recht frech als Roman bezeichnet und durch Layout und Satztechnik auf 160 Seiten aufbläht. Bei einem normalen Satz würde ich mal auf etwa 75 Seiten tippen, wie gesagt war ich in rund eineinhalb Stunden durch. Das Ganze wird dann als Hardcover mit 20 Euro bepreist und auch für das E-Book will man noch 16 Euro haben. Hier drängt sich doch der Eindruck auf, dass mit einem der ersten Werke Mankells, einer mittellangen Erzählung, maximaler Profit erzielt werden soll. Das Buch wird es in einem Jahr gebraucht für 3 Euro geben, der Verlag verkloppt das Werk dann aber immer noch zum vollen Preis und eine Taschenbuchausgabe sieht man dann irgendwann in drei Jahren. Dem deutschen Leser geht es hier wie den Afrikanern bei Mankell: ausgepresst wie eine Zitrone.
343 reviews5 followers
September 14, 2017
Einer der ersten Romane aus der Feder von Henning Mankell "Der Sandmaler", liefert einen spannenden Einblick in das frühe Wirken des beliebten Schweden. Es ist ein leichtfüßiger Roman mit schweren Themen, 160 Seiten dünn und es war erst sein zweiter Roman als er in Schweden 1974 erschien. Seine erste literarische Reise nach Afrika. Der Autor war da gerade einmal 26 Jahre alt. Die Protagonisten sind nicht viel jünger als der Autor selbst es beim Schreiben ist. Sie haben gerade die Schule hinter sich und begeben sich getrennt voneinander auf eine Reise nach Afrika, in ein nicht namentlich genanntes Land. Doch während die empathische Elisabeth in die Welt der Einheimischen eintauchen will und versucht, das fremde Land zu verstehen, ist Stefan, Sohn reicher Eltern vor allem auf Partys und Sex mit afrikanischen Frauen aus. Zufällig treffen sich die beiden am Flughafen. Zuerst standen sie nur da und starrten einander an, fünfzehn Meter voneinander entfernt. Doch Stefans Art geht Elisabeth schon im Flugzeug auf die Nerven, als er "idiotische Negewitze über Riesenpimmel und dergleichen macht. Im "Sandmaler" taucht Mankell zum ersten Mal in das Afrika ein, das ihn sein Leben lang beschäftigen wird, und vielleicht kommen dem Leser die Beobachtungen, die er schildert, deshalb noch naiv vor, und die Figuren schablonenhaft und bei Weitem nicht so vielschichtig wie in seinen späteren bekannten Romanen. Er beschreibt, wie die Gefühle Elisabeth bei der Ankunft übermannen, wie all die neuen Eindrücke zuviel für die junge Frau sind. Unvermittelt fing sie an zu weinen, ohne dass sie etwas dagegen tun konnte. Später wird sie Einheimische in den Slums besuchen und von einem Lehrer mehr über die afrikanische Kultur lernen. Stefan dagegen, der mit selbstsicherem Lächeln in der Bar seines Luxushotels sitzt, fühlt sich auf eine unverschämte Weise geil. Für einen weißen Typen mit reichlich Kohle gab es hier in den Nächten bestimmt genügend Abwechslung sinnierte er. Es dauert nicht lange, bis er die erste Afrikanerin mit in seinen Bungalow nimmt, auch wenn ihn die struppigen Haare vieler einheimischen Frauen eigentlich stören. Es braucht nicht viel, um sich auszureimen, auf wen die Reise großen Eindruck macht und wer von den beiden nach der Rückkehr einfach weitermacht wie bisher. Als sich die Protagonisten ein halbes Jahr später noch einmal treffen, kommt es Stefan vor, als habe sich Elisabeth von ihm losgerissen und nicht erzählt, wohin sie unterwegs war. Und das machte ihn unruhig. Dieser erste Afrika-Roman Mankells ist vor allem für Fans des schwedischen Autors in der Abgrenzung zu seinen späteren Werken interressant zu lesen, aber auch für Mankell-Einsteiger geeignet. Es ist eine ziemlich kurze Geschichte aus der Perspektive eines neugierigen jungen Mannes. Sie erlaubt auf 160 Seiten einen ganz anderen Blick auf den Schöpfer des schwermütigen berühmten Kommissars Wallander. Wer immer "Der Sandmaler" gelesen hat, wird Afrika anders sehen. Nachdenklich und bei aller Tragik eine hoffnungsvolle Geschichte. Der Roman hat spannende Charaktere, eine atemberaubende Story und ist toll geschrieben, spannend und gesellschaftskritisch. Sehr lesenswert!
1,013 reviews4 followers
December 30, 2018
To nowość wydawnicza na rynku niemieckim. Na początku grudnia znalazłem reklamę tej książki. Od razu wiedziałem, że muszę po nią sięgnąć. Postanowiłem przesłuchać audiobooka, gdyż lektorem jest Axel Milberg, aktor który nagrał sporo książek Mankella, prywatnie za życia autora byli nawet zaprzyjaźnieni i spotykali się czasem. Znalazłem nawet wywiad z Milbergiem gdzie opowiada on o swojej znajomości z Mankellem, i że w smutku kończył nagrywanie książki "Der Sandmaler".
"Der Sandmaler" to ostatnia książka Mankella która dotychczas nie została wydana na rynku niemieckojęzycznym. Zarazem jest to pierwsza powieść tego autora, napisana przez niego na początku lat 70tych minionego stulecia, w momencie kiedy autor miał dwadzieścia kilka lat.
Jest to wyjątkowa książka, nie tylko dlatego, iż to debiut literacki Mankella, ale również dlatego iż treścią swoją jest bardzo bogata. Bardzo mi przypadła do gustu, podobnie jak inne książki Mankela o Afryce.
Główni bohaterowie książki to młodzi Szwedzi Elisabeth oraz Stefan. Znają się jeszcze ze szkoły średniej. Raz nawet istniał między nimi romans. Elisabeth pochodzi ze skromnej rodziny, nie powodzi się jej rodzinie zbyt dobrze. W dodatku siostra Elisabeth jest ciężko upośledzona. Natomiast Stefan pochodzi z bogatej rodziny, finansowo nie brakuje mu niczego. W dodatku przyszłość materialną ma zagwarantowaną ze względu na majątek rodziny. Po maturze Stefan i Elisabeth postanawiają wyjechać do Afryki w podróż odkrywczą, zanim zaczną prawidziwe dorosłe życie. Stefan i Elisabeth planują całkiem niezależnie swoją podróż, zbiegiem okoliczności spotykają się na lotnisku, gdzie okazuje się, że wybierają się do tego samego afrykańskiego kraju, który jest byłą kolonią angielską. Nie dowiadujemy się o jaki kraj chodzi. Przypuszczam, że chodzi o Tanzanię lub Kenię.
Na miejscu Stefan i Elisabeth odkrywają na swój sposób kontynent afrykański. Stefan szuka różnych przygód, w tym seksualnych. Natomiast Elisabeth czuła jest na wielką niesprawiedliwość społeczną, biedę, podziały społeczne.
Ta książka, między innymi pokazuje jak w różny sposób można podróżować, odkrywać i postrzegać świat. Przybliża również nam to jak wygląda życie zwykłych ludzi w postkolonialnej Afryce i z jakimi problemami borykają się tam ludzie. Pojawiają się też komentarze, iż ta książka jest mocno ideologiczna, przepełniona marksizmem, czy też wręcz komunizmem. Nie wiem czy to książka ideologiczna. Ja bym jej tak nie traktował. Na pewno porusza temat zrównoważonego rozwoju biednej Afryki. Można z tego uczynić temat ideologiczny, ale też nie trzeba. Ciekaw jestem czy książka ukarze się również w Polsce. Mocno polecam.
Profile Image for Zeilenblatt.
33 reviews2 followers
March 9, 2019
Das Buch handelt von einer jungen Frau und einem jungen Mann, die gerade am Start in ein eigenständiges Leben stehen. Unabhängig voneinander begeben sie sich auf eine Reise nach Afrika. Seit der Schulzeit haben sie sich nicht mehr gesehen, treffen sich aber auf genau dieser Reise wieder.
Obwohl beide in dasselbe Land reisen, nehmen sie ihre Erfahrungen und Eindrücke sehr unterschiedlich war. Während Stefan sich in seiner heilen Welt wohlfühlt, nimmt Elisabeth die Realität, die Armut des Landes und ein bisschen mehr Klarheit über sich selbst von dieser Reise mit.

Zu Beginn des Buches war ich überrascht von dem schnellen Einstieg in die Handlung. Rasch bekommt der Leser ein Bild von den Persönlichkeiten und der verschiedenen Leben der Protagonisten - einer reich und scheinbar ohne Sorgen, die andere aus einer Familie mit ernsten Problemen und ohne Geld im Überfluss. Diese sehr schnelle und deutliche Beschreibung dieser Charaktere, spart einige Seiten die es benötigt hätte, wenn der Leser die Charaktere langsam und dezenter kennengelernt hätte.
Der Autor beschreibt die Handlungen detailliert, obwohl ich manche Situationen gerne etwas ausführlicher gelesen hätte. Das waren besonders die Erlebnisse, welche Elisabeth mit den Einheimischen hat. Der Hintergrund zur afrikanischen Geschichte und der Kultur wird aber von einer Nebenfigur erklärt, mit der Elisabeth sich häufig unterhält. Diese Figur, Sven, ist auch notwendig, um vieles zu verstehen und hat mir persönlich sehr gut gefallen.
Das erste Drittel des Buches war für mich ein wenig zäh, da die Handlung gefühlt nur vor sich hin plätscherte. Doch nach einigen Seiten mehr, wurde mir klar, dass dies notwendig war, um die innere Entwicklung von Elisabeth nachzuvollziehen.

In Summe hatte ich häufig das Gefühl, dass ich gerne mehr erfahren hätte, aber der Autor den Leser dann ein wenig „in der Luft hängen lässt“. Trotzdem war das Buch kurzweilig (was sicher auch der Seitenzahl geschuldet ist) und die Message wird sehr deutlich klar: Für unseren Wohlstand zahlen andere den Preis - auch oder besonders heute noch wahr, obwohl die Geschichte in deren 70ern handelt.
Das Buch ist eher eine Kurzgeschichte, die interessant zu lesen ist, aber wirklich nur einen kleinen Einblick in das Thema gibt.
121 reviews4 followers
August 14, 2017
„Der Sandmaler“ ist eine Geschichte darüber, wie die Konfrontation mit den eigenen Privilegien einen Menschen verändern kann – oder eben nicht. Zwar spielt der Roman Anfang der 1970er Jahre, doch die Thematik macht ihn hochaktuell.

Am Flughafen treffen die beiden Teenager Elisabeth und Stefan zufällig aufeinander. Sie haben vor einigen Monaten die Schule beendet und sich seitdem nicht wiedergesehen. Beide reisen in den Urlaub in ein nicht namentlich genanntes Land an der afrikanischen Atlantikküste. Sie entscheiden sich, die Zeit zusammen zu verbringen.

Zu Anfang wirkte der Roman etwas banal auf mich und mir war nicht klar, was dessen Sinn ist. Die Anreise nimmt für meinen Geschmack etwas zu viel Raum in dem nur 156 Seiten langen Buch ein. Doch nach der Landung offenbart Henning Mankell den Kontrast zwischen Touristen und Einheimischen und schafft damit ein fesselndes, sozialkritisches Werk, das nachdenklich macht. Die weißen Reisenden erleben in ihren sicheren, bequemen Hotels und an den malerischen Stränden eine realitätsferne Version Afrikas. Wer nicht unter die Oberfläche schauen möchte, muss das auch nicht tun.

Doch nach und nach offenbaren sich Elisabeth und Stefan die Armut und die Folgen von Kolonialismus und Korruption, die den Alltag der Afrikaner prägen. Elisabeth, die anfangs naiv und unsicher wirkt, beschäftigt sich aus eigenem Antrieb heraus immer mehr mit den Lebensbedingungen vor Ort. Dabei wird sie erwachsen, findet zu sich selbst und fängt an, sich eine eigene Meinung zu bilden. Stefan hingegen, der aus einer deutlich wohlhabenderen, privilegierteren Familie als Elisabeth stammt, ist der Inbegriff eines rassistischen, ignoranten Touristen. Er behandelt farbige Frauen wie Objekte, ist herablassend und kümmert sich nur um seinen eigenen Vorteil. Stefan scheint sich innerhalb des Buches im Gegensatz zu Elisabeth nicht weiterzuentwickeln. Sie hängt ihn emotional und geistig ab.

Henning Mankell kann nicht nur Krimis schreiben. Sein erster Afrika-Roman, der bereits 1974 erstmals erschien, nimmt den Leser mit auf eine faszinierende und erschütternde Reise auf den schwarzen Kontinent.
Profile Image for Falt.
18 reviews
January 1, 2018
In dem Buch geht es um die junge Elisabeth, die nach ihrem Abschluss beschließt nach Afrika zu reisen. Auf dem Flug trifft sie Stefan, einen alten Klassenkameraden mit dem sie kurz mal was hatte und Sven, Mitte dreißig , den sie im Hotel wiederkennt, nachdem er auf dem Flug einen Epileptischen Anfall hatte. Elisabeth lernt nach und nach die Kultur, die Missstände und die Menschen in Afrika besser kennen. Sie unternimmt viel mit Stefan, der meint er wäre der Größte und immer noch denkt, Afrikaner wären nicht so viel wert wie er (was ein Arsch) und das auch mehr oder weniger offen zur Schau trägt. Sven dagegen macht Elisabeth auf die Missstände aufmerksam, erklärt ihr Dinge die sie sonst nicht versteht. Am Ende nimmt sie mehr mit als eine tolle Erinnerung an diese Reise.

Nachdem ich dieses Buch gelesen habe (leider nur knapp 160 Seiten) muss ich die ganze Zeit denken wie gut ich es habe und welches Glück ich hatte in einem Land geboren zu sein, wo ich nicht hungern muss. Dieses Buch schafft es auf raffinierte Art und Weise einen wieder genau darauf aufmerksam zu machen. Man wird nicht vor den Kopf gestoßen, nach dem Motto "Du, du du!", sondern es wird einem erklärt. Vernünftig. Der Autor hat sich damals keine Fakten ausgedacht, es ist ja leider heute noch so. Leider gibt es auch heute noch viel zu viele Stefans - es sollte viel mehr von Sven und Elisabeth geben.

Es ist mal ein ganz anderes Buch und ich bin so froh, dass ich es gelesen habe. Ich nehme nichts mehr für selbstverständlich.
300 reviews10 followers
August 30, 2017
Zwei junge Menschen begeben sich auf eine besondere Reise. Die Geschichte spielt am Anfang der 70er-jahren. Elisabeth und Stefan sind gemeinsam zur Schule gegangen. Sie hatten eine flüchtige Beziehung und sind Freunde geblieben. Elisabeth steht stets im Schatten von Stefan, denn er ist wohlhabend und selbstsicher. Zufällig begegnen sie sich kurz nach Ende der Schulzeit am Flughafen. Beide haben, ohne es vorher gewusst zu haben, das gleiche Ziel – ein Urlaubsparadies in Westafrika. Wegen ihrem Budget in unterschiedlichen Anlagen untergebracht, erleben diese zwei jungen Menschen Afrika in unterschiedlicher Weise. Während Stefan im Mittelpunkt seiner eigenen, kleinen Welt steht und seine Rolle als reicher Weiße ausnutzt, macht sich Elisabeth Gedanken über die Armut der Einheimischen. Sie lernt einige Menschen kennen, und dabei verändert sie sich selbst. Sie wird erwachsen und selbstsicher, dabei entfremdet sie sich auch von Stefan.
Der Autor versteht es in schöner Sprache die fremde Welt Afrikas zu beschreiben. Es ist schön mitzuerleben, wie Elisabeth sich für diese Welt öffnet, und versucht die Verhältnisse zu verstehen. Das Gegenbild des selbstsüchtigen Stefans lässt dieses Bild noch heller erstrahlen.
Eine entspannende Lektüre, die zum Nachdenken einlädt über die Verhältnisse zwischen den armen und reichen Ländern dieser Welt.

38 reviews
August 14, 2017
Afrika

Inhalt:
Stefan und Elisabeth treffen sich auf dem Flug nach Afrika kurz nach dem Abitur wieder. Gegen Ende der Schulzeit hatten sie eine flüchtige Beziehung. Während Stefan das Strandleben genießt, will Elisabeth dieses fremde Land verstehen. Sie freundet sich mit einem Lehrer an, der ihr die historischen Hintergründe erklärt, und der einheimische Guide Ndou führt sie durch die ärmsten Viertel. Elisabeth lernt, die Welt und ihr eigenes Leben mit anderen Augen zu sehen. Bereits in Mankells erstem Afrika-Roman sind seine späteren großen Themen versammelt: die Schönheit des Landes, die Überlebenskunst der Einheimischen, die Gedankenlosigkeit der weißen Touristen und die Nachwirkungen des Kolonialismus.

Mein Fazit:
Henning Mankells Schreibstil ist hervorragend. Man bekommt tolle Einblicke von Afrika - auch die nicht so schönen - in einem sehr bildhaften und detailreichen Schreibstil präsentiert; dazu noch eine Geschichte von Reisenden durch Afrika.

Das Buch regt definitiv auch zum Nachdenken an - wie gut wir es doch haben, nicht hungern zu müssen; unsere Alltagsprobleme verlieren da ganz schnell an Größe, wenn man dieses Buch liest.
Kann dieses Buch absolut weiterempfehlen - fände es auch eine gute Literatur für Schulen.
733 reviews5 followers
August 19, 2017
Ein  ganz anderer Mankell, ein Mankell, der mit diesem Roman in meinen Augen alles richtig macht. 


Inhalt:. 
Elisabeth ist eine junge kluge und aufgeschlossene Frau, als sie sich auf den Flug nach Afrika begibt, ahnt sie nicht, wem sie in dem Flugzeug zu ihrem Traumziel begegnen wird. Stefan, mit dem sie in der Zeit ihres Abiturs eine kleine Liebelei hatte, als sich die beiden auf den weg nach Afrika begeben, gemeinsam das Land erkunden, werden aber auch ihre Unterschiede verdeutlicht. Während Elisabeth sich wirklich in das Land und seine Menschen hineinversetzen will, in all seiner Pracht und Armut verstehen lernen möchte. Ruht sich Stefan auf seiner guten Herkunft aus Hand kümmert sich einzig und allein um die schönen, oberflächlichen Dinge. 


Meinung : 
Dies ist ein wirklich sehr überzeugender Roman über Afrika und all seine Gepflogenheiten, über die Menschen, aber auch über die Sicht von europäischen Menschen, die sich auf den weg in dieses Land begeben. 
Mich konnte dieser Roman zum einen sehr gefangen nehmen, weil es Einblicke in das Land gewährt, welche spannend und realitätsnah wirken, aber auch weil es einem in vielen Punkten die Augen öffnet. 
Dennoch funktioniert dieser Roman auch auf der normalen Ebene, eines Unterhaltungsromans. 
mehr als  gelungen 
12 reviews
November 1, 2017
Bevor ich die Leseprobe von der Sandmaler entdeckt habe, war mir nicht bewußt, daß Henning Mankell nicht nur Kriminalromane geschrieben hat. Der Sandmaler ist 1974 in Schweden auf dem Buchmarkt erschienen. Es ist Mankells erster Afrika - Roman, der erst jetzt als deutsche Erstausgabe erschienen ist. Man merkt dem Buch an, daß Mankell Afrika selbst bereist hat, zuerst 1971. Man erlebt die Afrika - Reise der beiden Abiturienten Elisabeth und Stefan mit. Stefan kommt aus reichem Elternhaus, und interessiert sich nur für Alkohol, sexuelle Abenteuer, und seinen eigenen Luxus. Was das für die arme, afrikanische Bevölkerung bedeutet interessiert ihn wenig. Elisabeth kommt aus einfachen Verhältnissen, und versucht noch, ihren Weg im Leben zu finden. Sie macht die Bekanntschaft des jungen einheimischen Guide Ndou, der ihr die Armenviertel zeigt, und sie seiner Familie vorstellt. Der Lehrer Sven, mit dem sie sich anfreundet, macht sie auf die Probleme der einheimischen Bevölkerung, und die Auswirkung des Kapitalismus und des Tourismus aufmerksam. Mankell gelingt es, einem dies alles und eine wunderbare Beschreibung von Afrika auf 160 Seiten zu verdeutlichen. Mich hat das Buch sehr berührt, und ich kann es auf jeden Fall empfehlen.
Profile Image for Johannes Marks.
128 reviews6 followers
October 8, 2017
Insgesamt ein unspektakuläres Buch, durch die Übersetzung kann ich auch schlecht beurteilen, wie die Sprache im Original gewesen sein könnte. Ich behaupte: Ebenfalls unspektakulär. Muss aber ja auch nicht immer alles spektakulär sein. Mehr so ein Buch wie ein handwerklich sehr sehr gut gearbeiteter Stuhl: Man würde jetzt nicht rauslaufen und allen davon erzählen, aber man sieht, dass hier jemand erfahrenes am Werk war.
Profile Image for Daniel.
25 reviews1 follower
September 25, 2023
Ein gutes Buch, mit dem ich bis zum Ende nicht wirklich warm geworden bin. Das kann man aber nicht dem Buch anlasten. Ich denke das sind mehr meine "Ansprüche" an ein Buch.
Nichtsdestotrotz ein Buch was ich auf eine gewisse Art genossen habe und was wahrscheinlich eine gewisse Zeit Platz in meinem Kopf einnehmen wird.
Zwischendurch habe ich über eine schlechtere Wertung nachgedacht, besonders am Anfang. Jetzt am Ende habe ich über 4 Sterne nachgedacht. Das gleicht sich insgesamt aus würde ich sagen.

Edit: Nach längerem drübernachdenken und vorallem reden, kann ich das Buch doch mehr wertschätzen. Somit doch 4 Sterne.
4 reviews
March 4, 2026
Eine interessante und bewegende Geschichte! Von der man sich auch heute noch viel mitnehmen kann und die viel zum Nachdenken anregt.
Profile Image for Christina.
214 reviews1 follower
December 5, 2019
Hier kommt nur eine subjektive Einschätzung, wie ich es persönlich empfand. Die Bewertung ist keinesfalls Erörterung der Qualität des Autors und seines Werkes selbst.

Ich war zuerst etwas gelangweilt, weil ich etwas 'tiefgründigeres' oder 'poetischeres' erwartet hatte aufgrund des Titels. Es ist mein erstes Mankell-Buch (und auch für ihn war es eins seiner ersten), daher habe ich keine Ahnung, wie er schreibt. Ich war zuerst abgeneigt von den kurzen Sätzen, den sehr jungen Protagonisten und dem etwas 'profanen' Ausdruck und Wortwahl. Dennoch habe ich mich, auch aufgrund der Einfachheit der Erzählung, schnell in die Sichtweise Elisabeths ziehen lassen und war nach 20 Seiten im Buch gefangen.

Besonders fasziniert hat mich die große Orientierungslosigkeit der beiden Heranwachsenden, die auch in den Dialogen und Taten deren deutlich wird - sie wissen nicht, was 'richtig' ist, was sie mit sich nd dem Erlebten anfangen sollen, nehmen es aber doch, jeder auf seine Weise, deutlich wahr.

Für mich selbst war es die erste Erzählung, die sich mit Afrika und der Kolonialzeit befasst. Wirklich mehr Wissen konnte ich nicht daraus ziehen, als ich schon vorher, etwas klischeehaft, über die Thematiken hatte. Aber: ich selbst bin ein absoluter Liebhaber der englischen Geschichte, Mode und - auch Einrichtungsstile und habe mich selbst im Kolonialstil eingerichtet... und erst mit Lesen dieses Buches wurde mir etwas mehr klar, was ich da eigentlich tue: mich aktiv auf die Seite der Herrschenden, Eindringenden, "Weltverbessernden" Supermächte schlagen, die fremde, exotische Länder nach ihrem Denken und Idealen ge-, ver- und missbrauchen. Und warum liebe ich den Kolonialstil? Aufgrund seiner dunklen, schweren, aber oft sommerlichen Ästhetik entspinnt sich bei mir die Magie des viktorianischen Zeitalters (auch wenn es nicht ganz genau dasselbe ist), in der die reiche Familie beisammen, wohlhabend, ethisch versiert und liebend des Genusses ist. Stil - ist hier die Fassadenliebe. Kolonial erinnert mich an exotische Koffer, mitgebracht von Großvater's Safaris, Wundern, bunten Vögeln, dem neuen, dem Staunen....

aber bei Mankell habe ich anders gestaunt: über eine kleine Realitäts-Ansicht aus Sicht von "uns", den europäischen Touristen in ihren gesicherten Orten wie Hotel, Taxi, Fremdemführer, ... aber dennoch mit Blick auf die Unordnung, die Europäer (und Amerikaner) auf fremdem Terrain anrichten.

Ich bin ein Stück gemeinsam mit Elisabeth und Stefan gewachsen, als sie diese Reise machten, weg von dem normalen, priviligierten Leben (egal ob "europäisch arm" oder "reich" wie sie oder er) - dort unten in besagtem Ort in Afrika wird auch das relativ.

Ich habe mich, wie sie, extrem unbeholfen in der Konfrontation mit fremden Lebens-Orten und Kulturen gefühlt - wie die beiden.

Sicher ist nicht JEDER Ort in Afrika so, es ist schließlich ein ganzer Kontinent (und ich hätte auch gern gewusst, welchen Ort sie wirklich bereisen), aber die Momentaufnahme bleibt deutlich.

Vermutlich auch deshalb, weil Mankell diese selbst nach seiner Reise dorthin angefertigt hat.

Ein nettes Buch zum nachdenken und überdenken, auch wenn ich es sicher kein zweites Mal lesen werde.
Profile Image for Sketchy_tunes.
201 reviews6 followers
September 10, 2019
Das Buch ist ein fiktiver Reisebericht aus der Perspektive von Elisabeth. Die junge Schwedin entschließt sich ein ungenanntes Land an der afrikanischen Westküste zu besuchen, durch Zufall unternimmt Sie diese Reise gemeinsam mit Stefan, einem Bekannten von ihr.

Der Großteil der Geschichte plätschert so vor sich hin, recht austauschbare Beschreibungen des Tagesablaufes der Reisenden wechseln sich ab mit einigen typischen „Afrikaerlebnissen“. Durch die neuen Erfahrungen entwickelt sich Elisabeth zu einer selbstsichereren jungen Frau, die einen weitaus offeneren Blick auf ihre Umwelt hat. Anstatt sich nur im Geschehen treiben zu lassen, geht sie nun eher ihren eigenen Weg. Stefans Perspektive hingegen kontrastiert diese Entwicklung, er bleibt ignorant gegenüber der Lebenswirklichkeit der Menschen, denen die beiden auf ihrer Reise begegnen.

Das ist Buch ist sehr kurz und lässt sich daher recht gut schnell weglesen. Die Beschreibungen von Afrika und den bewegenden Erfahrungen, die auf einer Reise gemacht werden können ist zwar im Ansatz treffend, bleibt allerdings recht oberflächlich. Ebenso die Erklärungen und Hintergründe, die etwas ungelenk von Sven vorgetragen werden, ironischerweise einem Lehrer der ebenfalls mit den beiden gemeinsam reist. Man merkt dem Roman an, dass er in seiner kritischen Beleuchtung der Situation in Afrika etwas überholt daherkommt. Dennoch ist als literarischer Einstieg in diesen Kontinent, der noch so viel mehr zu bieten hat, ganz interessant.
Profile Image for Mona.
201 reviews1 follower
May 7, 2024
1:1 Bines rating von 2017:

"Mir hat das Buch extrem gut gefallen. Viel besser als ich dachte, hatte ich doch immer im Hinterkopf, dass es sich hierbei um ein sehr frühes Werk von Henning Mankell handelt.
Eigentlich ist es eher ein neutraler Reisebericht, als eine spannende Story, doch gerade das hat mir so gut an dem Buch gefallen. Es werden einige Perspektiven auf das afrikanische Land südlich der Sahara aufgemacht, die eine mehr, die andere weniger. So steht das touristische Vergnügen neben furchtbarer Armut und Elend. Dieser Kontrast, ohne wertende Kommentare, hat mir einige Male den Atem stocken lassen. In jedem Fall bleibt viel Platz, sich selber Gedanken zu machen. Die leichte, geradlinige Sprache trägt dazu bei, dass man selber im Kopf viel ergänzt und die Gedanken schweifen lässt. Wenn ein Buch so etwas schafft, ist es für mich ein gutes Buch.
Man merkt, dass hinter der Handlung eine echte Reise nach Afrika steht, denn die Beobachtungen der Charaktere wirken sehr authentisch. Als Leser fühlt man sich, als bereise man das Land selber.
Ein wirklich toller Roman, der unaufgeregt daherkommt, leicht zu lesen ist und neue Perspektiven eröffnet, die auch nicht immer moralisch korrekt sind, aber eben berücksichtigt werden und so dem Leser ein eigenes Urteil überlassen wird. Sehr empfehlenswert! (less)"
8 reviews
October 20, 2019
Ich habe das Buch gekauft, mit der Erwartung einen neuen Einblick von Afrika zu erhalten. Für mich war die Geschichte daher zu sehr auf die Geschichten der Charakteren fixiert. Stefan und Elisabeth kamen mir ein wenig klischeehaft jugendlich daher. Vermutlich ist dies einfach nicht mehr die Art Buch, die ich geniesse. Ich werde mir jedoch bald ein anders Buch von Henning vorknöpfen.
Displaying 1 - 24 of 24 reviews

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